Hegering Plettenberg
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Montag, den 29. März 2010 um 16:14 Uhr

Historie

 

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Dem 1908 ins Leben gerufenen "Jagdpflegeverein Plettenberg" gehörten als Gründungsmitglieder Heinrich Hanebeck, Albert Hessmer und Otto Wirt an. Dessen Bruder Paul, nach 1950 lange Jahre Vorsitzender der Jagdkreisgruppe Altena-Lüdenscheid und Jagdkreisberater war, kam 1913 dazu.

 

Die anfangs zahlenmäßig recht überschaubare Gruppe wuchs ständig. In den Aufzeichnungen sind viele Namen zu finden, die heute noch präsent sind, wenn originelle (und wahrscheinlich mit viel Witz und Liebe ausgeschmückte) Jagdgeschichten aus Plettenberg erzählt werden - heitere, schrullige, "menschliche" und charakterisierende.

 

Wie vieles andere im Dritten Reich erfuhr auch das Jagdwesen eine straffe Organisation. Im Reichsjagdgesetz von 1933 ist die Verpflichtung zur Hege und Erhaltung eines gesunden , artenreichen Wildbestands gesetzlich verankert. Ein Grundsatz, der bis heute Gültigkeit hat.

 

1945 ging das Jagdrecht auf die alliierten Siegermächte über; die Plettenberger Jäger mussten ihre Waffen abliefern und erhielten ein Jagdverbot. Englische Soldaten jagten in den heimischen Revieren, später erhielten allerdings ausgesuchte Plettenberger Jäger englische Militärkarabiner samt Munition, um Wildschweine jagen zu dürfen. Im April 1951 waren alle Karabiner nebst unverbrauchter Munition, leerer Hülsen und Berechtigungsschein wieder bei der Militärregierung in Altena abzuliefern; es konnte ein deutscher Waffenschein zum Erwerb eines Jagdgewehres beantragt werden.

 

Während dieser schweren Zeit hielt Rudi Schulte als Hegeringleiter die Plettenberger Jäger zusammen. Auf seinen Vorschlag wählten die Mitglieder 1956 Hans-Walter Pfeiffer aus Ohle einstimmig zum Nachfolger. Vier Jahrzente lang leitete Pfeiffer die Geschicke, ehe er auf seinen Wunsch Robert Lützenkirchen mit seinem Amt als Hegeringleiter beererbte und von den Jägern zum Ehren-Hegeringleiter ernannt wurde.

 

Durch Pfeiffers langjährige Mitgliedschaft im Präsidium des Landesjagdverbands und Präsident der DEVA (Deutsche Versuchsanstalt für Waffen und Munition in Berlin-Wannsee, später in Buke/NRW) waren die Mitglieder des Hegerings Plettenberg stets auf dem neusten Stand der jagdlichen  Entwicklung.

 

Die Plettenberger Jäger konnten sich 14 Jahre lang keinen besseren Hegeringleiter als Robert Lützenkirchen wünschen.

 

Am 23.03.2010 wurde Hartmut Tengler zum neuen Hegeringleiter vorgeschlagen und auch gewählt.

 

Aus einer anfänglich kleinen Gruppe entwickelte sich ein 222 Mitglieder zählender Hegering.