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Dienstag, den 23. Juli 2013 um 11:11 Uhr

Aktuelles vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen

 

 

vom 22. Juli 2013

 

 

 

Nachrichten-Telegramm:

  • Fall von Tularämie im Kreis Lippe

 

 

 

 

 

Nachrichten-Volltext:

 

 

Fall von Tularämie im Kreis Lippe

 

19. Juli 2013 Detmold (LJV). Im Kreis Lippe wurde aktuell bei einem Hasen Tularämie (Hasenpest) nachgewiesen. Betroffen von dieser in Deutschland seltenen Krankheit sind vorwiegend Nager, Hasen und Wildkaninchen. Tularämie kann aber auch auf den Menschen übertragen werden und im schlimmsten Fall tödlich verlaufen. Mit dem Erreger sind auch andere Tiere, wie Hunde, Füchse und Vögel infizierbar. Diese Tierarten gelten aber als gering empfänglich.

 

Voraussetzung für die Übertragung auf den Menschen ist der direkte Kontakt mit infizierten Tieren. Symptome sind unter anderem Fieber, Unwohlsein und Muskelschmerz. Die Krankheit kann mit Antibiotika gut behandelt werden. Der Verzehr von durchgegartem Hasen- oder Kaninchenfleisch ist unbedenklich.

 

Jäger sollten bei direktem Kontakt mit erlegtem Wild unbedingt erhöhte Vorsichtsmaßnahmen (Einweghandschuhe und ggf. Mundschutz) beachten. Fallwild sollte nach Absprache mit dem Veterinäramt ggf. dem Veterinäruntersuchungsamt zugestellt werden.

 

Wer Hasen oder Kaninchen entdeckt, die tot, krank oder verhaltensauffällig sind, sollte diese dem örtlichen Jäger oder der zuständigen Behörde melden.

 

 
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Dienstag, den 18. Juni 2013 um 19:11 Uhr

Aktuelles vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen

 

 

vom 17. Juni 2013

 

 

 

Nachrichten-Telegramm:

  • 1100 Teilnehmer beim Landesjägertag in Münster
  • Jagdabgabe: Jägergeld muss in Jägerhand bleiben!
  • Biotophegepreis geht an Kreisjägerschaft Gelsenkirchen
  • Kreisjägerschaft Wesel mit Lernort-Natur-Preis 2013 ausgezeichnet

 

 

Termine:

  • Mittwoch, 10. Juli, bis Samstag, 13. Juli 2013:Landesmeisterschaft im jagdlichen Schießen 2013 auf dem Schießstand der Jagdparcours Buke GmbH

 

 

 

Nachrichten-Volltext:

 

 

1100 Teilnehmer beim Landesjägertag in Münster

 

15. Juni 2013, Münster (LJV). Rund 1100 Teilnehmer erlebten am Samstag, den 15. Juni, einen mit Spannung erwarteten Landesjägertag 2013. Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, machte einmal mehr deutlich, dass sich das Jagdrecht in Nordrhein-Westfalen bestens bewährt hat und die Jägerschaft daher Änderungen grundsätzlich skeptisch gegenüber steht. Er betonte aber zugleich seine Dialogbereitschaft mit dem Ministerium sowie anderen Verbänden und lobte das Gesprächsklima mit dem Umweltministerium im ersten Jahr seiner Amtszeit.

 

Müller-Schallenberg forderte den anwesenden NRW-Umweltminister Johannes Remmel unmissverständlich auf, im Gesetzgebungsverfahren zu einem neuen Jagdrecht genügend Zeit für eine Diskussion innerhalb der Jägerschaft einzuplanen. Das versprach Remmel in seiner eigenen Rede mit den Worten „Qualität geht hier vor Schnelligkeit“.

 

 

Jagdabgabe: Jägergeld muss in Jägerhand bleiben!

 

15. Juni 2013, Münster (LJV). Beim Thema Jagdabgabe sind sich NRW-Umweltministerium und Landesjagdverband einig, dass dieses Instrument zur Förderung des Jagdwesens in NRW unbedingt erhalten werden muss.

 

Es sei sinnvoll, dass das Jagdministerium und der Jagdverband bei der Umsetzung der gerichtlichen Vorgaben gut zusammenarbeiten, betonte LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg in seiner Rede auf dem Landesjägertag. Es gehe um erhebliche Interessen der Landesjägerschaft, und bekanntlich seien es ja Jäger, die die Jagdabgabe mit der Lösung des Jagdscheins erbringen. Diese Abgabe müsse deshalb auch im Sinne der Jäger verwandt werden. „Jägergeld muss in Jägerhand bleiben“, forderte Müller-Schallenberg.

 

Die Absicht der kleinen Novelle des Landesjagdgesetzes zur verfassungskonformen Neuregelung der Bestimmungen über die Jagdabgabe und die Straffung der Jagdverwaltung durch Abschaffung der Oberen Jagdbehörde als Mittelbehörde wird vom Landesjagdverband begrüßt.

 

Die Erhebung einer Jagdabgabe findet in allen Bundesländern statt. Sie ist in NRW auch künftig unerlässlich, um wesentliche Maßnahmen zur Förderung des Jagdwesens, an deren Durchführung auch ein erhebliches Landesinteresse besteht, sicherzustellen.

 

Im Detail gibt es aber noch erheblichen Gesprächsbedarf mit der Landesregierung. Der LJV hat daher eine ausführliche Stellungnahme an das Ministerium geschickt.

 

Darin werden unter anderem folgende Forderungen erhoben:

 

Der LJV fordert künftig mehr Transparenz in der Arbeit und Kontrolle der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung, die auch künftig aus Mitteln der Jagdabgabe gefördert werden soll, was der Landesjagdverband für richtig hält. Diese notwendige Kontrolle muss durch den Beirat der Forschungsstelle gewährleistet werden.

 

Beim Merkmal der gruppennützigen Mittelverwendung ist zu beachten, dass eine Finanzierung staatlicher Aufgaben oder Fördermaßnahmen nach Maßgabe des Bundesverfassungsgerichts ausscheidet. Der Staat darf die Jagdabgabe als Sonderabgabe nicht für sich erheben.

 

Auf erhebliche Bedenken stößt beim Landesjagdverband der im Gesetzesentwurf neue Förderungsgegenstand „Weiterentwicklung des Jagdwesens“ (anstelle des bisherigen Begriffs „Förderung des Jagdwesens“), sofern dem neuen Begriff eine einseitige Ausrichtung unterlegt wird, die nicht mehr ergebnisoffen ist.

 

Dem Aspekt der größeren Sachnähe und Transparenz bei der Vergabe der Jagdabgabemittel sollte künftig verstärkt Rechnung getragen werden. Mindestens ist es geboten, den Sachverstand der Jägerschaft in der Weise einzubinden, dass über die Verwendung der Jagdabgabe nur nach Einholung einer Stellungnahme der anerkannten Landesvereinigungen der Jäger entschieden werden kann.

 

 

Biotophegepreis 2013 geht an Kreisjägerschaft Gelsenkirchen

 

15. Juni 2013, Münster (LJV). Auf dem Landesjägertag in Münster wurde die Kreisjägerschaft Gelsenkirchen mit dem Biotophege-Preis 2013 der Wildtier- und Biotopschutz-Stiftung Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

 

Stefan Lacher, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Gelsenkirchen, und Reinhard Jäger, Obmann für Naturschutz und Jagdschutz der Kreisjägerschaft Gelsenkirchen, nahmen den Biotophegepreis, der mit 2000 Euro dotiert ist, entgegen.

 

 

Das Projekt:

 

Im Jahr 1979/80 wurden von engagierten Jugendlichen unter Anleitung des heutigen Kreisjagdberaters Herrn Reinhard Jäger erste Nistkästen gebaut, aufgehängt und betreut. Es handelte sich um Meisenkästen, teilweise auch Halbhöhlen- und Baumläuferkästen und in einer kleinen Zahl auch um Steinkauz- und Waldkauzkästen.

 

Im Jahr 1983 folgte der eigentliche Start des „Großhöhlenprojektes“. 30 Nistkästen wurden von den Schülern der Georg-Kerschenstein-Berufsschule nach Vorgabe und Bauplänen der Kreisjägerschaft gebaut. Das Material hat die Kreisjägerschaft bezahlt. Aufgehängt und regelmäßig gereinigt wurden die Kästen von einem Mitglied der Kreisjägerschaft (einer der o. g. Jugendlichen). Dazu stellte das Grünflächenamt jedes Jahr einen Hubsteiger zur Verfügung.

 

Im Jahr 1989 wurden von den Schülern der Georg-Kerschenstein-Berufsschule 30 weitere Nistkästen gebaut. Die Zahl der aufgehängten Nistkästen erhöhte sich damit auf 56. Einige ältere Kästen mussten durch neue ersetzt werden. Die Reinigung, Kontrolle und ggf. Reparatur wurde nun von dem Mitglied der Kreisjägerschaft Herrn Dirk Schnädelbach und gelegentlich von einigen anderen KJS-Mitgliedern durchgeführt.

 

Im Jahr 1991 wurden 15 neue Kästen von der Veltins-Brauerei gestiftet. Die Zahl der aufgehängten Kästen stieg auf 64. Auch hier wurden einige alte Nistkästen durch neue ersetzt. 6 Turmfalkenkästen wurden an verschiedenen Industrieanlagen angebracht.

 

Im Jahr 1996 wurden 7 weitere Turmfalken-Nistkästen an alten Industrieanlagen der RAG außerhalb des Stadtgebietes in Essen, Bochum und Dortmund angebracht. Veranlasst hat dies das Mitglied der KJS Herr Ivo Holdefleiss, Bergassessor bei der RAG. Gebaut wurden die Kästen vom KJS-Mitglied Herrn Dirk Schnädelbach.

 

Haupt-„Nutznießer“ der Großhöhlen-Nistkastenaktion ist bis heute die Hohltaube. Diese kommt heute in Gelsenkirchen in einem nicht unwesentlichen Besatz flächendeckend vor. Daneben kommt es gelegentlich zu Waldkauzbruten in den oben aufgeführten Nistkästen und zum Bezug durch Eichhörnchen. Neben diesen „offiziellen“ Nistkästen wurden aber auch noch einzelne Steinkauz-, Turm- und Wanderfalkenkästen im Stadtgebiet durch verschiedene Mitglieder der Kreisjägerschaft Gelsenkirchen angebracht und werden von diesen auch kontrolliert. So befinden sich z. B. ein Wanderfalken-Nistkasten im Urbanusdom zu Gelsenkirchen-Buer und ein weiterer aus Edelstahl auf der ehemaligen Zeche „Hugo“ in Gelsenkirchen-Buer.

 

 

Kreisjägerschaft Wesel mit Lernort-Natur-Preis 2013 ausgezeichnet

 

15. Juni 2013, Münster (LJV). Den Lernort-Natur-Preis 2013 der Wildtier- und Biotopschutz-Stiftung Nordrhein-Westfalen erhielt auf dem Landesjägertag 2013 die Kreisjägerschaft Wesel e.V. für das Projekt „Rollende Waldschule der Kreisjägerschaft Wesel“.

 

Karin Leisten, Obfrau für Lernort Natur in der Kreisjägerschaft Wesel, Revierjagdmeister Konrad Niehues, (neben Frau Leisten) zweiter Protagonist für Lernort Natur in der Kreisjägerschaft Wesel, und Alfred Nimphius, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Wesel, nahmen den mit 2000 Euro dotierten Preis in Empfang.

 

Das Projekt:

 

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer der Kreisjägerschaft Wesel e. V. engagieren sich seit langem in ihrer Freizeit dafür, den Kindern die Sache mit der Natur, dem Wald und natürlich auch mit der Jagd näher zu bringen.

 

Seit Anfang 2010 finanziert die Kreisjägerschaft Wesel (im Wesentlichen durch Umlagebeiträge der Hegeringe) auf Stundenbasis zusätzlich zwei wald- und jagdpädagogische Profis für ihre Rollende Waldschule, nämlich eine Försterin, zertifizierte Waldpädagogin und ehemalige Jugendwaldheimleiterin sowie einen Revierjagdmeister.

 

Durch diese neue und sehr stabile Organisationsform können zum einen kontinuierlich und weitaus mehr Schulen und Kindergärten, also Kinder erreicht werden. Zum anderen ist die Beteiligung durch ehrenamtliche Helfer aus den Hegeringen nach Zahl und Stundenvolumen spürbar angestiegen, denn diese Helfer identifizieren sich, auch durch den Finanzierungsbeitrag ihrer eigenen Hegeringe, noch stärker mit „ihrer“ Rollenden Waldschule .Derzeit engagieren sich über 45 Jägerinnen und Jäger in der Rollenden Waldschule der Kreisjägerschaft Wesel.

 

Zudem sind sie durch diese Organisationsform in der Lage, sich auf die Vermittlung ihrer jagdlichen und forstlichen Kenntnisse direkt in der Natur, meist im Gebiet ihres eigenen Hegeringes, zu konzentrieren.

 

Der nachhaltigste Erfolg wird mit der Rollenden Waldschule bei mehrtägigen Veranstaltungen an einer Schule erzielt. Geführte Wanderungen durch die Natur mit Untersuchungen von Gewässern, Böden, Beobachtungen von Insekten und Vögeln erschließen den Schülerinnen und Schülern eine „Kleinwelt“, die sie bisher oft nur zum Spielen oder zur Erholung aufgesucht haben.

 

Nachdem sie am Vortag in ihrem Klassenraum die „Theorie“ kennengelernt haben, werden die Kinder bei den Wanderungen in der Natur auf Spuren und Fährten, Verbiss an Sträuchern und Bodenverwundungen aufmerksam, die auf das Vorhandensein heimischer Wildarten hinweisen.

 

Im Jahr 2011 entstand ein besonderer Arbeitsbereich für Kinder mit Migrationshintergrund und sogar deren Eltern. Der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund ist im Landkreis Wesel hoch, insbesondere in einigen Stadtteilen der Städte Dinslaken, Voerde, Kamp-Lintfort und Moers. Ursprungsländer sind vor allem die Türkei, aber auch der Libanon und viele osteuropäische Staaten.

 

Für diese Gruppen wurde der Standardeinsatz der Rollenden Waldschule modifiziert:

- Türkische Namenskarten für die Tierpräparate wurden erstellt.

- Geeignete Übersetzer aus der Elternschaft oder vereinzelt Erzieherinnen nahmen an den 2-tägigen Veranstaltungen teil.

- Den Veranstaltungen für die Kinder wurden Informationsveranstaltungen für die oft skeptischen Eltern vorgeschaltet.

 

Besonders bei Erzieherinnen in Brennpunkttagesstätten und Familienzentren stieß dieses Konzept auf gute Resonanz.

 

 
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Donnerstag, den 06. Juni 2013 um 07:28 Uhr

Aktuelles vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen

 

 

vom 4. Juni 2013

 

 

 

Nachrichten-Telegramm:

  • Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“
  • Bundeseinheitliche Lösung für Blei in Büchsenmunition gefordert
  • Standortbestimmung Jagd verabschiedet
  • Fakten statt Vorurteile

 

 

 

Termine:

  • Samstag, 15. Juni 2013: Landesjägertag 2013 in Münster

 

 

 

Nachrichten-Volltext:

 

 

Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“

Gewinner aus rund 160 Beiträgen gekürt / Preisverleihung auf dem Bundesjägertag

 

31. Mai 2013, Berlin/Marburg (DJV). Die Tierwelt vor der Haustür, die Rückkehr des Wolfes und jagende Frauen, das sind die Themen der Gewinnerbeiträge des diesjährigen Journalistenpreises „Wildtier und Umwelt“. In den Sparten Fernsehen, Hörfunk und Print verlieh der Deutsche Jagdschutzverband e.V. (DJV) den Preis im Rahmen des Bundesjägertages 2013 im hessischen Marburg. Erstmals vergab der DJV einen Sonderpreis für den Kurzfilm „Waidmanns Heil“ einer Videobloggerin.

 

Preisträger der Kategorie Fernsehen ist Andreas Ewels mit seinem Naturfilm „Abenteuer Lerchenberg – ein Jahr unter tierischen Kollegen“, der für das ZDF produziert wurde. Ein 52-minütiger Film war das Ergebnis von über einem Jahr Drehzeit rund um das ZDF-Gebäude Mainz-Lerchenberg. In Detailaufnahmen, Luftbildern und Zeitraffern gibt er faszinierende Einblicke in die uns eigentlich bekannte Tier- und Pflanzenwelt vor der Haustür. Der Drehort, ein hochtechnisierter Medienstandort, steht in dieser Reportage beispielhaft für viele Plätze in der Kulturlandschaft Deutschlands. Ewels ist gemeinsam mit seinem 40 Personen starken Team ein außergewöhnlicher Naturfilm gelungen, der Begeisterung für das Naheliegende schafft.

 

In der Kategorie Print gewann Holger Kreitling mit seiner Reportage „Wenn Frauen jagen“, ein Titelthema in der Tageszeitung „Welt am Sonntag“. Er begleitete vier Jägerinnen, die in ihren Revieren erzählen und zeigen, was sie an der „Männerdomäne“ Jagd fasziniert. Angereichert mit stimmungsvollen Fotos und Fakten zum Waidwerk in Deutschland gelang dem Autor ein ausgewogener und investigativer Beitrag.

Wolf Renschke ist nach 2008 bereits zum zweiten Mail Preisträger in der Kategorie Hörfunk. Sein diesjähriger Gewinnerbeitrag „Willkommen und weiterhin gefürchtet – wie der Wolf Deutschland zurückerobert“ wurde im Deutschlandfunk ausgestrahlt. In einem 60-minütigen Feature fängt er die Reaktionen, Ängste und Erwartungen der Menschen ein, die direkt oder indirekt von der Rückkehr des Großsäugers betroffen sind. Durch Interviews und Vor-Ort-Recherchen wird der Wolf für den Hörer greifbar.

Einen Sonderpreis erhielten die Reporterin Eva Schulz und der Kameramann Roman Hagenbrock. Sie produzierten für den Videoblog „www.hurra-blog.de“ den 7-minütigen Kurzfilm „Waidmanns Heil“. Die damals 20-jährige Nicht-Jägerin Schulz nähert sich unvoreingenommen auf einer Treibjagd dem Waidwerk. Spannende Kameraeinstellungen, pointierte Kommentare und einfühlsame Interviews mit dem jagenden Großvater machen das Waidwerk erlebbar. Tradition trifft Jungend – dies gelingt auch durch die Veröffentlichung in dem neuen Medium des Videoblogs. Zusammen mit einem kleinen Jagdlexikon entstand ein rundes Werk.

46 Fernseh-, 93 Print- und 18 Hörfunkbeiträge wurden für den Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“ eingereicht. Die Jury bildeten: Hartwig Fischer (Präsident des DJV), Eckhard Fuhr(Korrespondent WELT-Gruppe), Andreas Kieling (Tierfilmer, Viking-Film), Bertram Graf Quad (Hörfunkjournalist SWR3), Jost Springensguth (Publizist und Kommunikationsberater) und Walterpeter Twer (Verleger des Mittelrhein-Verlages). Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Mit ihm soll zur fairen, ehrlichen und durchaus auch kritischen Berichterstattung zu Themen aus der Welt der Jagd und der Natur angeregt werden. Dotiert ist er mit 15.000 Euro.

 

 

Bundeseinheitliche Lösung für Blei in Büchsenmunition gefordert

DJV: Wissensbasierter Prozess muss fortgesetzt werden

 

31. Mai 2013, Berlin/Marburg (DJV). Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) fordert eine bundeseinheitliche Regelung für den Einsatz von alternativen Jagdbüchsengeschossen. Ziel von Politik und Verbänden muss es sein, in den nächsten Jahren die Entwicklung innovativer Jagdmunition zu unterstützen, um die Lebensmittelqualität von Wildbret weiter zu verbessern und dem Tier- sowie dem Umweltschutz stärker Rechnung zu tragen. Das bekräftigte DJV-Präsident Hartwig Fischer anlässlich des Bundesjägertages 2013 in Marburg.

 

„Wildbret ist ein qualitativ hochwertiges und nachhaltiges Lebensmittel, das Jägerinnen und Jäger in Deutschland gewinnen und vermarkten“, so Fischer. „Dazu benötigen wir aber ein Handwerkszeug, auf das wir uns verlassen können.“ In der Debatte um bleifreie Jagdbüchsenmunition sind für den DJV zentrale Fragen noch ungeklärt. So müsse das laufende Lebensmittelsicherheitsprojekt von Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) und Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) abgeschlossen werden. Nach der Vorstellung erster Zwischenergebnisse im März auf der BfR-Tagung „Alle(s) Wild?“ könnten weiterführende Analysen der vorliegenden Datensätze dazu dienen, optimale Geschosse zu identifizieren. Innovative Geschosskonstruktionen sollten so wenig Material wie möglich in das Lebensmittel eintragen, tierschutzgerecht töten und größtmögliche Sicherheit im jagdlichen Alltag gewährleisten.

Weiterhin müssen nach Angaben des DJV einheitliche und verbindliche Wirksamkeitskriterien für Jagdbüchsenmunition aufgestellt werden. Laut einer Studie im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) befindet sich im Moment Munition am Markt, die unter bestimmten Bedingungen nachweislich nicht tierschutzgerecht tötet. Eine DJV-Umfrage unter Jägern kam zu ähnlichen Rückschlüssen. Der DJV fordert daher einheitliche und verbindliche Kriterien, die die Anforderungen für die Wirksamkeit von Munition im Ziel definieren – und zwar vor einer politischen Umstellung auf bleifreie Büchsenmunition.

 

Die Sicherheit zahlreicher Schießstände bezüglich der Verwendung neuer Büchsengeschosse ist ebenso zu klären. Bestimmte Schießstände in Deutschland sind nur für bleihaltige Munition zugelassen. Nach Angaben der Deutschen Versuchs- und Prüfanstalt für Jagd- und Sportwaffen (DEVA) müssen Schießstände hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für den Einsatz bleifreier Geschosse überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Eine bundesweit einheitliche Regelung sei eine elementare Voraussetzung für die Umstellung auf bleifreie Büchsenmunition, so Fischer. Dabei sind besonders die Finanzierungsfragen zu klären.

 

 

Standortbestimmung Jagd verabschiedet

DJV-Delegierte einigen sich auf gemeinsame Wertebasis für die Jagd / Name und Logo wird angepasst

 

31. Mai 2013, Berlin/Marburg (DJV). Auf dem Bundesjägertag in Marburg haben die Delegierten der 15 Landesjagdverbände die „Standortbestimmung Jagd“ verabschiedet und somit eine gemeinsame Wertebasis für die Jagd geschaffen.  Vertreter der Landesjagdverbände stimmten dabei einstimmig für das gemeinsame Papier. Bei dem einjährigen basisdemokratischen Prozess konnten mehr als 500 Kreisjägerschaften Änderungsvorschläge für die Standortbestimmung einreichen. Die DJV-Antragskommission bearbeitete mehr als  140 Anregungen.

Mit einer Zweidrittelmehrheit hat sich das angepasste DJV-Logo durchgesetzt, das ab 1. Januar 2014 fließend eingeführt werden soll. Auf dem Bundesjägertag 2015 wird der DJV einen Zwischenbericht über den Sachstand der Logoeinführung geben. Die Delegierten verabschiedeten mit einer Dreiviertelmehrheit die Namensänderung des Verbandes. Der „Deutsche Jagschutzverband e.V.“ wird mit Eintrag in das Vereinsregister in „Deutscher Jagdverband e.V. – Vereinigung der deutschen Landesjagdverbände für den Schutz von Wild, Jagd und Natur“ umbenannt. Damit lehnt sich die Bezeichnung der Dachorganisation eng an die der Mitgliedsverbände an. „Wir vertreten als Verband bundesweit Jagd und Jäger; Jagdschutz ist nur ein kleiner Teilbereich unserer Aufgaben“, sagt DJV-Vizepräsident Dr. Hermann Hallermann, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im DJV.

 

 

Fakten statt Vorurteile

DJV startet Aufklärungskampagne zur Jagd in Deutschland

 

31. Mai 2013, Berlin/Marburg (DJV). Hat die Jagd in Deutschland ausgedient? Zwar befürworten laut einer repräsentativen Umfrage über 80 Prozent der Deutschen die Jagd. Doch immer mehr Menschen fehlt der Bezug zur Natur und ihrer schonenden Nutzung – soweit sie nicht als Kulisse für Freizeitaktivitäten dient. Fernab von Naturromantik und gefährlichem Halbwissen liegen die Fakten Pro Jagd auf der Hand, sind jedoch nicht immer bekannt. Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) startet deshalb auf dem diesjährigen Bundesjägertag in Marburg eine Aufklärungskampagne für die Jagd in Deutschland: Auf der Internet-Seite www.jagd-fakten.de entkräftet der Dachverband der Jäger die gängigsten Vorurteile sachlich und faktenorientiert.

 

Eines der am häufigsten genannten Argumente gegen die Jagd: Die Natur regelt sich selbst. „Leider wird dabei oft vergessen, dass der Mensch nun einmal Teil der Natur ist und diese nach seinen Wünschen gestaltet. Einige Arten profitieren, andere sind auf dem Rückzug. So vielfältige Ziele wie der Erhalt der biologischen Vielfalt, die Förderung von Biogas oder die Prävention von gefährlichen Tierseuchen und Wildschäden haben ebenso mit Jagd zu tun wie leckeres Wildbret“, betonte Torsten Reinwald, Biologe und DJV-Pressesprecher.

 

Wildschweine beispielsweise profitieren vom Anbau nachwachsender Rohstoffe wie Raps oder Mais und vom Klimawandel so sehr, dass sie ihren Bestand ohne Jagd vervierfachen könnten – jährlich. Enorme Schäden auf Feldern, in Parks oder in Siedlungen wären die Folge. Das Schweinepest-Virus könnte große Schwarzkittel-Bestände schlussendlich natürlicherweise reduzieren – wird aber vor allem von Viehzüchtern gefürchtet, weil die Krankheit auf Hausschweine überspringen kann. Ein Ausbruch hätte Massentötungen von Hausschweinen zur Folge und kann ein Exportverbot für Schweinefleisch nach sich ziehen. Zudem gehen Wildschweine daran jämmerlich zu Grunde. „Viele Gründe also, dass Jäger in natürliche Prozesse eingreifen, Wildschweine wo notwendig impfen und deren Bestände durch Jagd reduzieren“, so Reinwald. Das gelte auch für die Tollwut, eine für den Menschen gefährliche Krankheit, die über Füchse oder Marderhunde übertragen werden kann.

 

Die Internet-Seite www.jagd-fakten.de richtet sich an Menschen, die wenig Berührung mit der Jagd haben und sich ein objektives Urteil bilden wollen. So gibt es auf der Internetseite zu lesen, warum sich der Lebensraum der Wildschweine in den vergangenen 40 Jahren verdreifacht hat und was die Folgen sind. Oder warum sich Kiebitze und Rebhühner über die Fuchsjagd freuen würde. Und warum Jagd längst keine Männerdomäne mehr ist. „Jäger töten aus Spaß“, „das Bundesjagdgesetz stammt aus der Nazizeit“ oder „ohne Jäger gäbe es ein natürliches Gleichgewicht in den Ökosystemen“ – nur drei von unzähligen Vorurteilen denen die über 350.000 ehrenamtlich tätigen Jägerinnen und Jäger in Deutschland täglich begegnen. „Das Bambi-Syndrom findet sich insbesondere bei jüngeren Menschen aus dem urbanen Bereich: Tiere töten und Bäume fällen sind per se schädlich. Dabei sind Jagd und Forstwirtschaft Paradebeispiele für den schonenden Umgang mit der Natur“, bekräftigt Reinwald.

 
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