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Donnerstag, den 06. Juni 2013 um 07:28 Uhr

Aktuelles vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen

 

 

vom 4. Juni 2013

 

 

 

Nachrichten-Telegramm:

  • Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“
  • Bundeseinheitliche Lösung für Blei in Büchsenmunition gefordert
  • Standortbestimmung Jagd verabschiedet
  • Fakten statt Vorurteile

 

 

 

Termine:

  • Samstag, 15. Juni 2013: Landesjägertag 2013 in Münster

 

 

 

Nachrichten-Volltext:

 

 

Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“

Gewinner aus rund 160 Beiträgen gekürt / Preisverleihung auf dem Bundesjägertag

 

31. Mai 2013, Berlin/Marburg (DJV). Die Tierwelt vor der Haustür, die Rückkehr des Wolfes und jagende Frauen, das sind die Themen der Gewinnerbeiträge des diesjährigen Journalistenpreises „Wildtier und Umwelt“. In den Sparten Fernsehen, Hörfunk und Print verlieh der Deutsche Jagdschutzverband e.V. (DJV) den Preis im Rahmen des Bundesjägertages 2013 im hessischen Marburg. Erstmals vergab der DJV einen Sonderpreis für den Kurzfilm „Waidmanns Heil“ einer Videobloggerin.

 

Preisträger der Kategorie Fernsehen ist Andreas Ewels mit seinem Naturfilm „Abenteuer Lerchenberg – ein Jahr unter tierischen Kollegen“, der für das ZDF produziert wurde. Ein 52-minütiger Film war das Ergebnis von über einem Jahr Drehzeit rund um das ZDF-Gebäude Mainz-Lerchenberg. In Detailaufnahmen, Luftbildern und Zeitraffern gibt er faszinierende Einblicke in die uns eigentlich bekannte Tier- und Pflanzenwelt vor der Haustür. Der Drehort, ein hochtechnisierter Medienstandort, steht in dieser Reportage beispielhaft für viele Plätze in der Kulturlandschaft Deutschlands. Ewels ist gemeinsam mit seinem 40 Personen starken Team ein außergewöhnlicher Naturfilm gelungen, der Begeisterung für das Naheliegende schafft.

 

In der Kategorie Print gewann Holger Kreitling mit seiner Reportage „Wenn Frauen jagen“, ein Titelthema in der Tageszeitung „Welt am Sonntag“. Er begleitete vier Jägerinnen, die in ihren Revieren erzählen und zeigen, was sie an der „Männerdomäne“ Jagd fasziniert. Angereichert mit stimmungsvollen Fotos und Fakten zum Waidwerk in Deutschland gelang dem Autor ein ausgewogener und investigativer Beitrag.

Wolf Renschke ist nach 2008 bereits zum zweiten Mail Preisträger in der Kategorie Hörfunk. Sein diesjähriger Gewinnerbeitrag „Willkommen und weiterhin gefürchtet – wie der Wolf Deutschland zurückerobert“ wurde im Deutschlandfunk ausgestrahlt. In einem 60-minütigen Feature fängt er die Reaktionen, Ängste und Erwartungen der Menschen ein, die direkt oder indirekt von der Rückkehr des Großsäugers betroffen sind. Durch Interviews und Vor-Ort-Recherchen wird der Wolf für den Hörer greifbar.

Einen Sonderpreis erhielten die Reporterin Eva Schulz und der Kameramann Roman Hagenbrock. Sie produzierten für den Videoblog „www.hurra-blog.de“ den 7-minütigen Kurzfilm „Waidmanns Heil“. Die damals 20-jährige Nicht-Jägerin Schulz nähert sich unvoreingenommen auf einer Treibjagd dem Waidwerk. Spannende Kameraeinstellungen, pointierte Kommentare und einfühlsame Interviews mit dem jagenden Großvater machen das Waidwerk erlebbar. Tradition trifft Jungend – dies gelingt auch durch die Veröffentlichung in dem neuen Medium des Videoblogs. Zusammen mit einem kleinen Jagdlexikon entstand ein rundes Werk.

46 Fernseh-, 93 Print- und 18 Hörfunkbeiträge wurden für den Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“ eingereicht. Die Jury bildeten: Hartwig Fischer (Präsident des DJV), Eckhard Fuhr(Korrespondent WELT-Gruppe), Andreas Kieling (Tierfilmer, Viking-Film), Bertram Graf Quad (Hörfunkjournalist SWR3), Jost Springensguth (Publizist und Kommunikationsberater) und Walterpeter Twer (Verleger des Mittelrhein-Verlages). Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Mit ihm soll zur fairen, ehrlichen und durchaus auch kritischen Berichterstattung zu Themen aus der Welt der Jagd und der Natur angeregt werden. Dotiert ist er mit 15.000 Euro.

 

 

Bundeseinheitliche Lösung für Blei in Büchsenmunition gefordert

DJV: Wissensbasierter Prozess muss fortgesetzt werden

 

31. Mai 2013, Berlin/Marburg (DJV). Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) fordert eine bundeseinheitliche Regelung für den Einsatz von alternativen Jagdbüchsengeschossen. Ziel von Politik und Verbänden muss es sein, in den nächsten Jahren die Entwicklung innovativer Jagdmunition zu unterstützen, um die Lebensmittelqualität von Wildbret weiter zu verbessern und dem Tier- sowie dem Umweltschutz stärker Rechnung zu tragen. Das bekräftigte DJV-Präsident Hartwig Fischer anlässlich des Bundesjägertages 2013 in Marburg.

 

„Wildbret ist ein qualitativ hochwertiges und nachhaltiges Lebensmittel, das Jägerinnen und Jäger in Deutschland gewinnen und vermarkten“, so Fischer. „Dazu benötigen wir aber ein Handwerkszeug, auf das wir uns verlassen können.“ In der Debatte um bleifreie Jagdbüchsenmunition sind für den DJV zentrale Fragen noch ungeklärt. So müsse das laufende Lebensmittelsicherheitsprojekt von Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) und Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) abgeschlossen werden. Nach der Vorstellung erster Zwischenergebnisse im März auf der BfR-Tagung „Alle(s) Wild?“ könnten weiterführende Analysen der vorliegenden Datensätze dazu dienen, optimale Geschosse zu identifizieren. Innovative Geschosskonstruktionen sollten so wenig Material wie möglich in das Lebensmittel eintragen, tierschutzgerecht töten und größtmögliche Sicherheit im jagdlichen Alltag gewährleisten.

Weiterhin müssen nach Angaben des DJV einheitliche und verbindliche Wirksamkeitskriterien für Jagdbüchsenmunition aufgestellt werden. Laut einer Studie im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) befindet sich im Moment Munition am Markt, die unter bestimmten Bedingungen nachweislich nicht tierschutzgerecht tötet. Eine DJV-Umfrage unter Jägern kam zu ähnlichen Rückschlüssen. Der DJV fordert daher einheitliche und verbindliche Kriterien, die die Anforderungen für die Wirksamkeit von Munition im Ziel definieren – und zwar vor einer politischen Umstellung auf bleifreie Büchsenmunition.

 

Die Sicherheit zahlreicher Schießstände bezüglich der Verwendung neuer Büchsengeschosse ist ebenso zu klären. Bestimmte Schießstände in Deutschland sind nur für bleihaltige Munition zugelassen. Nach Angaben der Deutschen Versuchs- und Prüfanstalt für Jagd- und Sportwaffen (DEVA) müssen Schießstände hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für den Einsatz bleifreier Geschosse überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Eine bundesweit einheitliche Regelung sei eine elementare Voraussetzung für die Umstellung auf bleifreie Büchsenmunition, so Fischer. Dabei sind besonders die Finanzierungsfragen zu klären.

 

 

Standortbestimmung Jagd verabschiedet

DJV-Delegierte einigen sich auf gemeinsame Wertebasis für die Jagd / Name und Logo wird angepasst

 

31. Mai 2013, Berlin/Marburg (DJV). Auf dem Bundesjägertag in Marburg haben die Delegierten der 15 Landesjagdverbände die „Standortbestimmung Jagd“ verabschiedet und somit eine gemeinsame Wertebasis für die Jagd geschaffen.  Vertreter der Landesjagdverbände stimmten dabei einstimmig für das gemeinsame Papier. Bei dem einjährigen basisdemokratischen Prozess konnten mehr als 500 Kreisjägerschaften Änderungsvorschläge für die Standortbestimmung einreichen. Die DJV-Antragskommission bearbeitete mehr als  140 Anregungen.

Mit einer Zweidrittelmehrheit hat sich das angepasste DJV-Logo durchgesetzt, das ab 1. Januar 2014 fließend eingeführt werden soll. Auf dem Bundesjägertag 2015 wird der DJV einen Zwischenbericht über den Sachstand der Logoeinführung geben. Die Delegierten verabschiedeten mit einer Dreiviertelmehrheit die Namensänderung des Verbandes. Der „Deutsche Jagschutzverband e.V.“ wird mit Eintrag in das Vereinsregister in „Deutscher Jagdverband e.V. – Vereinigung der deutschen Landesjagdverbände für den Schutz von Wild, Jagd und Natur“ umbenannt. Damit lehnt sich die Bezeichnung der Dachorganisation eng an die der Mitgliedsverbände an. „Wir vertreten als Verband bundesweit Jagd und Jäger; Jagdschutz ist nur ein kleiner Teilbereich unserer Aufgaben“, sagt DJV-Vizepräsident Dr. Hermann Hallermann, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im DJV.

 

 

Fakten statt Vorurteile

DJV startet Aufklärungskampagne zur Jagd in Deutschland

 

31. Mai 2013, Berlin/Marburg (DJV). Hat die Jagd in Deutschland ausgedient? Zwar befürworten laut einer repräsentativen Umfrage über 80 Prozent der Deutschen die Jagd. Doch immer mehr Menschen fehlt der Bezug zur Natur und ihrer schonenden Nutzung – soweit sie nicht als Kulisse für Freizeitaktivitäten dient. Fernab von Naturromantik und gefährlichem Halbwissen liegen die Fakten Pro Jagd auf der Hand, sind jedoch nicht immer bekannt. Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) startet deshalb auf dem diesjährigen Bundesjägertag in Marburg eine Aufklärungskampagne für die Jagd in Deutschland: Auf der Internet-Seite www.jagd-fakten.de entkräftet der Dachverband der Jäger die gängigsten Vorurteile sachlich und faktenorientiert.

 

Eines der am häufigsten genannten Argumente gegen die Jagd: Die Natur regelt sich selbst. „Leider wird dabei oft vergessen, dass der Mensch nun einmal Teil der Natur ist und diese nach seinen Wünschen gestaltet. Einige Arten profitieren, andere sind auf dem Rückzug. So vielfältige Ziele wie der Erhalt der biologischen Vielfalt, die Förderung von Biogas oder die Prävention von gefährlichen Tierseuchen und Wildschäden haben ebenso mit Jagd zu tun wie leckeres Wildbret“, betonte Torsten Reinwald, Biologe und DJV-Pressesprecher.

 

Wildschweine beispielsweise profitieren vom Anbau nachwachsender Rohstoffe wie Raps oder Mais und vom Klimawandel so sehr, dass sie ihren Bestand ohne Jagd vervierfachen könnten – jährlich. Enorme Schäden auf Feldern, in Parks oder in Siedlungen wären die Folge. Das Schweinepest-Virus könnte große Schwarzkittel-Bestände schlussendlich natürlicherweise reduzieren – wird aber vor allem von Viehzüchtern gefürchtet, weil die Krankheit auf Hausschweine überspringen kann. Ein Ausbruch hätte Massentötungen von Hausschweinen zur Folge und kann ein Exportverbot für Schweinefleisch nach sich ziehen. Zudem gehen Wildschweine daran jämmerlich zu Grunde. „Viele Gründe also, dass Jäger in natürliche Prozesse eingreifen, Wildschweine wo notwendig impfen und deren Bestände durch Jagd reduzieren“, so Reinwald. Das gelte auch für die Tollwut, eine für den Menschen gefährliche Krankheit, die über Füchse oder Marderhunde übertragen werden kann.

 

Die Internet-Seite www.jagd-fakten.de richtet sich an Menschen, die wenig Berührung mit der Jagd haben und sich ein objektives Urteil bilden wollen. So gibt es auf der Internetseite zu lesen, warum sich der Lebensraum der Wildschweine in den vergangenen 40 Jahren verdreifacht hat und was die Folgen sind. Oder warum sich Kiebitze und Rebhühner über die Fuchsjagd freuen würde. Und warum Jagd längst keine Männerdomäne mehr ist. „Jäger töten aus Spaß“, „das Bundesjagdgesetz stammt aus der Nazizeit“ oder „ohne Jäger gäbe es ein natürliches Gleichgewicht in den Ökosystemen“ – nur drei von unzähligen Vorurteilen denen die über 350.000 ehrenamtlich tätigen Jägerinnen und Jäger in Deutschland täglich begegnen. „Das Bambi-Syndrom findet sich insbesondere bei jüngeren Menschen aus dem urbanen Bereich: Tiere töten und Bäume fällen sind per se schädlich. Dabei sind Jagd und Forstwirtschaft Paradebeispiele für den schonenden Umgang mit der Natur“, bekräftigt Reinwald.

 
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Donnerstag, den 06. Juni 2013 um 07:28 Uhr

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vom 4. Juni 2013

 

 

 

Nachrichten-Telegramm:

  • Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“
  • Bundeseinheitliche Lösung für Blei in Büchsenmunition gefordert
  • Standortbestimmung Jagd verabschiedet
  • Fakten statt Vorurteile

 

 

 

Termine:

  • Samstag, 15. Juni 2013: Landesjägertag 2013 in Münster

 

 

 

Nachrichten-Volltext:

 

 

Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“

Gewinner aus rund 160 Beiträgen gekürt / Preisverleihung auf dem Bundesjägertag

 

31. Mai 2013, Berlin/Marburg (DJV). Die Tierwelt vor der Haustür, die Rückkehr des Wolfes und jagende Frauen, das sind die Themen der Gewinnerbeiträge des diesjährigen Journalistenpreises „Wildtier und Umwelt“. In den Sparten Fernsehen, Hörfunk und Print verlieh der Deutsche Jagdschutzverband e.V. (DJV) den Preis im Rahmen des Bundesjägertages 2013 im hessischen Marburg. Erstmals vergab der DJV einen Sonderpreis für den Kurzfilm „Waidmanns Heil“ einer Videobloggerin.

 

Preisträger der Kategorie Fernsehen ist Andreas Ewels mit seinem Naturfilm „Abenteuer Lerchenberg – ein Jahr unter tierischen Kollegen“, der für das ZDF produziert wurde. Ein 52-minütiger Film war das Ergebnis von über einem Jahr Drehzeit rund um das ZDF-Gebäude Mainz-Lerchenberg. In Detailaufnahmen, Luftbildern und Zeitraffern gibt er faszinierende Einblicke in die uns eigentlich bekannte Tier- und Pflanzenwelt vor der Haustür. Der Drehort, ein hochtechnisierter Medienstandort, steht in dieser Reportage beispielhaft für viele Plätze in der Kulturlandschaft Deutschlands. Ewels ist gemeinsam mit seinem 40 Personen starken Team ein außergewöhnlicher Naturfilm gelungen, der Begeisterung für das Naheliegende schafft.

 

In der Kategorie Print gewann Holger Kreitling mit seiner Reportage „Wenn Frauen jagen“, ein Titelthema in der Tageszeitung „Welt am Sonntag“. Er begleitete vier Jägerinnen, die in ihren Revieren erzählen und zeigen, was sie an der „Männerdomäne“ Jagd fasziniert. Angereichert mit stimmungsvollen Fotos und Fakten zum Waidwerk in Deutschland gelang dem Autor ein ausgewogener und investigativer Beitrag.

Wolf Renschke ist nach 2008 bereits zum zweiten Mail Preisträger in der Kategorie Hörfunk. Sein diesjähriger Gewinnerbeitrag „Willkommen und weiterhin gefürchtet – wie der Wolf Deutschland zurückerobert“ wurde im Deutschlandfunk ausgestrahlt. In einem 60-minütigen Feature fängt er die Reaktionen, Ängste und Erwartungen der Menschen ein, die direkt oder indirekt von der Rückkehr des Großsäugers betroffen sind. Durch Interviews und Vor-Ort-Recherchen wird der Wolf für den Hörer greifbar.

Einen Sonderpreis erhielten die Reporterin Eva Schulz und der Kameramann Roman Hagenbrock. Sie produzierten für den Videoblog „www.hurra-blog.de“ den 7-minütigen Kurzfilm „Waidmanns Heil“. Die damals 20-jährige Nicht-Jägerin Schulz nähert sich unvoreingenommen auf einer Treibjagd dem Waidwerk. Spannende Kameraeinstellungen, pointierte Kommentare und einfühlsame Interviews mit dem jagenden Großvater machen das Waidwerk erlebbar. Tradition trifft Jungend – dies gelingt auch durch die Veröffentlichung in dem neuen Medium des Videoblogs. Zusammen mit einem kleinen Jagdlexikon entstand ein rundes Werk.

46 Fernseh-, 93 Print- und 18 Hörfunkbeiträge wurden für den Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“ eingereicht. Die Jury bildeten: Hartwig Fischer (Präsident des DJV), Eckhard Fuhr(Korrespondent WELT-Gruppe), Andreas Kieling (Tierfilmer, Viking-Film), Bertram Graf Quad (Hörfunkjournalist SWR3), Jost Springensguth (Publizist und Kommunikationsberater) und Walterpeter Twer (Verleger des Mittelrhein-Verlages). Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Mit ihm soll zur fairen, ehrlichen und durchaus auch kritischen Berichterstattung zu Themen aus der Welt der Jagd und der Natur angeregt werden. Dotiert ist er mit 15.000 Euro.

 

 

Bundeseinheitliche Lösung für Blei in Büchsenmunition gefordert

DJV: Wissensbasierter Prozess muss fortgesetzt werden

 

31. Mai 2013, Berlin/Marburg (DJV). Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) fordert eine bundeseinheitliche Regelung für den Einsatz von alternativen Jagdbüchsengeschossen. Ziel von Politik und Verbänden muss es sein, in den nächsten Jahren die Entwicklung innovativer Jagdmunition zu unterstützen, um die Lebensmittelqualität von Wildbret weiter zu verbessern und dem Tier- sowie dem Umweltschutz stärker Rechnung zu tragen. Das bekräftigte DJV-Präsident Hartwig Fischer anlässlich des Bundesjägertages 2013 in Marburg.

 

„Wildbret ist ein qualitativ hochwertiges und nachhaltiges Lebensmittel, das Jägerinnen und Jäger in Deutschland gewinnen und vermarkten“, so Fischer. „Dazu benötigen wir aber ein Handwerkszeug, auf das wir uns verlassen können.“ In der Debatte um bleifreie Jagdbüchsenmunition sind für den DJV zentrale Fragen noch ungeklärt. So müsse das laufende Lebensmittelsicherheitsprojekt von Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) und Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) abgeschlossen werden. Nach der Vorstellung erster Zwischenergebnisse im März auf der BfR-Tagung „Alle(s) Wild?“ könnten weiterführende Analysen der vorliegenden Datensätze dazu dienen, optimale Geschosse zu identifizieren. Innovative Geschosskonstruktionen sollten so wenig Material wie möglich in das Lebensmittel eintragen, tierschutzgerecht töten und größtmögliche Sicherheit im jagdlichen Alltag gewährleisten.

Weiterhin müssen nach Angaben des DJV einheitliche und verbindliche Wirksamkeitskriterien für Jagdbüchsenmunition aufgestellt werden. Laut einer Studie im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) befindet sich im Moment Munition am Markt, die unter bestimmten Bedingungen nachweislich nicht tierschutzgerecht tötet. Eine DJV-Umfrage unter Jägern kam zu ähnlichen Rückschlüssen. Der DJV fordert daher einheitliche und verbindliche Kriterien, die die Anforderungen für die Wirksamkeit von Munition im Ziel definieren – und zwar vor einer politischen Umstellung auf bleifreie Büchsenmunition.

 

Die Sicherheit zahlreicher Schießstände bezüglich der Verwendung neuer Büchsengeschosse ist ebenso zu klären. Bestimmte Schießstände in Deutschland sind nur für bleihaltige Munition zugelassen. Nach Angaben der Deutschen Versuchs- und Prüfanstalt für Jagd- und Sportwaffen (DEVA) müssen Schießstände hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für den Einsatz bleifreier Geschosse überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Eine bundesweit einheitliche Regelung sei eine elementare Voraussetzung für die Umstellung auf bleifreie Büchsenmunition, so Fischer. Dabei sind besonders die Finanzierungsfragen zu klären.

 

 

Standortbestimmung Jagd verabschiedet

DJV-Delegierte einigen sich auf gemeinsame Wertebasis für die Jagd / Name und Logo wird angepasst

 

31. Mai 2013, Berlin/Marburg (DJV). Auf dem Bundesjägertag in Marburg haben die Delegierten der 15 Landesjagdverbände die „Standortbestimmung Jagd“ verabschiedet und somit eine gemeinsame Wertebasis für die Jagd geschaffen.  Vertreter der Landesjagdverbände stimmten dabei einstimmig für das gemeinsame Papier. Bei dem einjährigen basisdemokratischen Prozess konnten mehr als 500 Kreisjägerschaften Änderungsvorschläge für die Standortbestimmung einreichen. Die DJV-Antragskommission bearbeitete mehr als  140 Anregungen.

Mit einer Zweidrittelmehrheit hat sich das angepasste DJV-Logo durchgesetzt, das ab 1. Januar 2014 fließend eingeführt werden soll. Auf dem Bundesjägertag 2015 wird der DJV einen Zwischenbericht über den Sachstand der Logoeinführung geben. Die Delegierten verabschiedeten mit einer Dreiviertelmehrheit die Namensänderung des Verbandes. Der „Deutsche Jagschutzverband e.V.“ wird mit Eintrag in das Vereinsregister in „Deutscher Jagdverband e.V. – Vereinigung der deutschen Landesjagdverbände für den Schutz von Wild, Jagd und Natur“ umbenannt. Damit lehnt sich die Bezeichnung der Dachorganisation eng an die der Mitgliedsverbände an. „Wir vertreten als Verband bundesweit Jagd und Jäger; Jagdschutz ist nur ein kleiner Teilbereich unserer Aufgaben“, sagt DJV-Vizepräsident Dr. Hermann Hallermann, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im DJV.

 

 

Fakten statt Vorurteile

DJV startet Aufklärungskampagne zur Jagd in Deutschland

 

31. Mai 2013, Berlin/Marburg (DJV). Hat die Jagd in Deutschland ausgedient? Zwar befürworten laut einer repräsentativen Umfrage über 80 Prozent der Deutschen die Jagd. Doch immer mehr Menschen fehlt der Bezug zur Natur und ihrer schonenden Nutzung – soweit sie nicht als Kulisse für Freizeitaktivitäten dient. Fernab von Naturromantik und gefährlichem Halbwissen liegen die Fakten Pro Jagd auf der Hand, sind jedoch nicht immer bekannt. Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) startet deshalb auf dem diesjährigen Bundesjägertag in Marburg eine Aufklärungskampagne für die Jagd in Deutschland: Auf der Internet-Seite www.jagd-fakten.de entkräftet der Dachverband der Jäger die gängigsten Vorurteile sachlich und faktenorientiert.

 

Eines der am häufigsten genannten Argumente gegen die Jagd: Die Natur regelt sich selbst. „Leider wird dabei oft vergessen, dass der Mensch nun einmal Teil der Natur ist und diese nach seinen Wünschen gestaltet. Einige Arten profitieren, andere sind auf dem Rückzug. So vielfältige Ziele wie der Erhalt der biologischen Vielfalt, die Förderung von Biogas oder die Prävention von gefährlichen Tierseuchen und Wildschäden haben ebenso mit Jagd zu tun wie leckeres Wildbret“, betonte Torsten Reinwald, Biologe und DJV-Pressesprecher.

 

Wildschweine beispielsweise profitieren vom Anbau nachwachsender Rohstoffe wie Raps oder Mais und vom Klimawandel so sehr, dass sie ihren Bestand ohne Jagd vervierfachen könnten – jährlich. Enorme Schäden auf Feldern, in Parks oder in Siedlungen wären die Folge. Das Schweinepest-Virus könnte große Schwarzkittel-Bestände schlussendlich natürlicherweise reduzieren – wird aber vor allem von Viehzüchtern gefürchtet, weil die Krankheit auf Hausschweine überspringen kann. Ein Ausbruch hätte Massentötungen von Hausschweinen zur Folge und kann ein Exportverbot für Schweinefleisch nach sich ziehen. Zudem gehen Wildschweine daran jämmerlich zu Grunde. „Viele Gründe also, dass Jäger in natürliche Prozesse eingreifen, Wildschweine wo notwendig impfen und deren Bestände durch Jagd reduzieren“, so Reinwald. Das gelte auch für die Tollwut, eine für den Menschen gefährliche Krankheit, die über Füchse oder Marderhunde übertragen werden kann.

 

Die Internet-Seite www.jagd-fakten.de richtet sich an Menschen, die wenig Berührung mit der Jagd haben und sich ein objektives Urteil bilden wollen. So gibt es auf der Internetseite zu lesen, warum sich der Lebensraum der Wildschweine in den vergangenen 40 Jahren verdreifacht hat und was die Folgen sind. Oder warum sich Kiebitze und Rebhühner über die Fuchsjagd freuen würde. Und warum Jagd längst keine Männerdomäne mehr ist. „Jäger töten aus Spaß“, „das Bundesjagdgesetz stammt aus der Nazizeit“ oder „ohne Jäger gäbe es ein natürliches Gleichgewicht in den Ökosystemen“ – nur drei von unzähligen Vorurteilen denen die über 350.000 ehrenamtlich tätigen Jägerinnen und Jäger in Deutschland täglich begegnen. „Das Bambi-Syndrom findet sich insbesondere bei jüngeren Menschen aus dem urbanen Bereich: Tiere töten und Bäume fällen sind per se schädlich. Dabei sind Jagd und Forstwirtschaft Paradebeispiele für den schonenden Umgang mit der Natur“, bekräftigt Reinwald.

 
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Mittwoch, den 22. Mai 2013 um 14:19 Uhr

Aktuelles vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen

 

 

vom 21. Mai 2013

 

 

 

Nachrichten-Telegramm:

  • Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen mit modernem Logo
  • Auf nach Münster!

 

 

 

Termine:

  • Samstag, 15. Juni 2013: Landesjägertag 2013 in Münster

 

 

 

Nachrichten-Volltext:

 

Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen mit modernem Logo

 

15. Mai 2013, Dortmund (LJV). Der LJV hat sein Verbandswappen entsprechend der bestehenden rechtlichen Vorgaben aktualisiert. Das überarbeitete Logo knüpft an der Tradition des bisherigen LJV-Wappens an und macht zugleich einen frischen und modernen Eindruck.

 

In diesem Zusammenhang wird nochmals darauf hingewiesen, dass Autoschilder für die Windschutzscheibe mit dem Landeswappen und dem Schriftzug JAGDSCHUTZ, wie sie etwa von kommerziellen Anbietern vertrieben werden, grundsätzlich nicht erlaubt sind. Selbst ein Aufkleber mit dem alten LJV-Logo am Auto kann Jagdgegner zu einer Anzeige wegen unbefugter Nutzung des Landeswappens provozieren. In diesem Fall wird dem betroffenen Jäger geraten, sich mit der LJV-Geschäftsstelle in Verbindung zu setzen.

 

Der LJV wird seinen Mitgliedern baldmöglichst neue und nicht anfechtbare Autoaufkleber anbieten. Auch alle anderen LJV-Produkte werden bei Nachproduktion mit dem neuen Logo versehen. Im Internet und auf Facebook ist das neue Logo bereits eingefügt.

 

 

Auf nach Münster!

 

21. Mai 2013, Dortmund (LJV). Morgenansitz und Revierarbeiten müssen am 15. Juni ausfallen, denn dann ist Landesjägertag in Münster. Neben aktuellsten Infos über die Jagdpolitik und Verbandsarbeit in NRW erhält jeder Teilnehmer auch eine Erinnerungsplakette. Zahlreiche Aussteller und Infostände ergänzen das Angebot. Das Messe und Congress-Centrum Halle Münsterland ist ab 8:30 Uhr für Besucher des Landesjägertages geöffnet.

 

Die Veranstaltungen finden statt am

Samstag, 15. Juni 2013, im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland, Albersloher Weg 32, 48155 Münster.

 

9:30 Uhr: Landesjägertag 2013


Veranstaltungsfolge

  1. Begrüßung
  2. Grußworte
  3. Jagdpolitische Ausführungen des LJV-Präsidenten Ralph Müller-Schallenberg
  4. Festvortrag des Ministers für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in NRW, Johannes Remmel
  5. Ansprache des DJV-Präsidenten, Hartwig Fischer MdB
  6. Verleihungen Biotophege-Preis und Lernort-Natur-Preis 2013
  7. Schlusswort

 

anschließend Mittagspause

 

13.30 Uhr: LJV-Mitgliederversammlung 2013

 

Tagesordnung:

  1. Begrüßung, Totengedenken
  2. Genehmigung der Niederschrift über die LJV-Mitgliederversammlung 2012
  3. Jahresbericht des Präsidenten (s. a. RWJ 5/2013)
  4. Genehmigung des Jahresabschlusses 2012
  5. Bericht der Rechnungsprüfer und Entlastung des Präsidiums
  6. Beschlussfassung über die Änderung des Haushaltsplanes 2013 wegen Rückflusses eines DJV-Beitragsanteiles in 2013
  7. Festsetzung des LJV-Beitrages und Beschlussfassung
    über den Haushaltsplan 2014
  8. Anträge
  9. Ehrungen

10. Verschiedenes

 

Nicht anwesende Mitglieder werden gem. Art. 10 Abs. 9 der Satzung durch den Vorsitzenden der Kreisjägerschaft oder einen von ihm schriftlich Bevollmächtigten in der Mitgliederversammlung vertreten. Die schriftliche Vollmacht ist vor Beginn der Mitgliederversammlung der LJV-Geschäftsführung vorzulegen. Es wird darum gebeten, die LJV-Mitgliedskarte zur Registrierung der Anwesenheit mitzuführen!

 

Unterlagen zu den Punkten 4, 6 und 7 der Tagesordnung der LJV-MV liegen in den Geschäftsstellen der Kreisjägerschaften seit Montag, 13.05.2013, zur Einsichtnahme aus. Anfragen zum Jahresabschluss und zum Haushaltsplan sowie Anträge zur Tagesordnung sind schriftlich mit Begründung bis Dienstag, 28.05.2013, an das LJV-Präsidium, Gabelsbergerstr. 2, in 44141 Dortmund zu richten.

 
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