Am 5. Oktober 2026 haben die Hegeringe Herscheid und Plettenberg gemeinsam zum Infoabend über die Afrikanische Schweinepest ins Bildungszentrum Rahlenberg eingeladen. Referent war Marcus Elmerhaus, Geschäftsführer der Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft. Sie unterstützt die Kreise bei der Bekämpfung der ASP im Kreis Olpe.
Rund um Oberhundem ist ein fast 700 Kilometer langer Zaun entstanden. Seit über 470 Tagen suchen Teams aus bis zu sechs Personen und drei Hunden das 60.000 Hektar große Gebiet nach verendeten Tieren ab. Jeder Fund wird beprobt und kartiert. Die Fundstelle wird desinfiziert, umgegraben und erneut desinfiziert. Jedes Fahrzeug, das das Kerngebiet verlässt, fährt durch eine Desinfektionsstation. Rund 3000 elektronisch überwachte Tore werden kontrolliert. Das Gebiet ist keine Sperrzone und bleibt für Spaziergänger zugänglich.
Die Seuche ist nur für Wild- und Hausschweine gefährlich, für sie aber fast immer tödlich. Ein Tropfen Blut reicht, um das Virus weiterzutragen. Erkrankte Tiere bekommen hohes Fieber, suchen Wasser und verenden meist nach etwa acht Tagen. Einen Impfstoff gibt es noch nicht.
Die Fallzahlen im Kreis Olpe gehen zurück. Freigegeben wird das Gebiet aber erst nach einem Jahr ohne neuen Fund. Gleichzeitig wächst der Schwarzwildbestand auch bei uns, und mit ihm das Risiko. Die einfachste Vorsorge: Stiefel nach dem Waldgang säubern, besser desinfizieren.
Danke an Marcus Elmerhaus für den offenen Einblick und an den Hegering Herscheid für die gemeinsame Ausrichtung.